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Ideenhintergrund zu: "Raum der Frauen" seit 1996 work in progress, Frauen Museum, Bonn
in Zusammenarbeit mit bisher 120 interessierten Frauen und Künstlerinnen; Idee und Übertragung auf die Wand: Adelheid Kilian
Der folgende Text lag im Raum aus und war eine ständige Einladung an alle Besucherinnen, sich zeichnerisch auszudrücken. Papier im DIN A4 Format und Zeichenstifte lagen bereit.
- Im Bewußtsein uralter Weisheit und Stärke, nehmen wir uns die Zeit zu wachsen -
Die Arbeit in diesem Raum - das Nachbilden der 25 000 Jahre alten „Frau mit dem Mondhorn“ und der Göttinnen - hat mein Bewußtsein von mir selbst verändert. Das grundlegende Erlebnis hatte ich zu Beginn der
Arbeit: Ich zeichnete mich selbst, wie ich mich als Frau fühle - mehr Wahrheit als Ästhetik suchend - und deshalb mit geschlossenen Augen. Wenig an Kraft und wenig an Weiblichkeit fand ich vor. Der Kontrast zu den
Göttinnen hätte nicht größer sein können! Jetzt erst begann ich, die ungeheuerliche Ausstrahlung dieser Göttinnen wahrzunehmen, und begriff, daß ihre Geschichte zugleich meine ist.
Ich lade Sie
nun ein, mit den Göttinnen im Hintergrund, sich selbst zu zeichnen, wie Sie sich als Frau fühlen. Ich schlage vor, daß Sie dabei die Augen schließen. Bleiben Sie konzenÂtriert nach innen. Bleiben Sie unbeirrt
bei dem, was Sie fühlen, sei es auch noch so bedürftig oder noch so provozierend.
(Mit Ihrer Erlaubnis füge ich die Zeichnungen mit Hilfe eines Episkops in den Kreis der Göttinnen ein, mal schwächer, mal
stärker. Die Originale fasse ich in einer Mappe zusammen, die im Raum eingesehen werden kann. Etwa 400 Zeichnungen liegen bereits vor, 150 davon habe ich bisher auf die Wand gebracht. Farbmaterial: ungebundene,
farbige Erden aus verschiedenen Ländern)
Die Arbeit in dem Raum ist nicht abgeschlossen. zurück zu: Meine Kunst
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